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PostHeaderIcon Haltung Rotknievogelspinne - Brachypelma smithi - Terrarium

Brachypelma smithi

Beschreibung:

Bei Brachypelma smithi handelt es sich um eine der größeren Vogelspinnen die eine Körperlänge von etwa 8cm erreicht. Die Grundfärbung ist schwarz mit der Namensgebenden Roten Färbung der Beinsegmente. Bei Rotknievogelspinnen handelt es sich um Bombardierspinnen die bei Bedrohung Brachypelma smithiin der Lage sind Brennhaare vom Hinterleib abzustreifen. Dies geschieht durch schnelles Reiben der Hinterbeine am Abdomen. Die abgestreiften Brennhaare verteilen sich daraufhin als kleine Wolke in der Luft. Der Kontakt mit diesen Brennhaaren kann ein sehr unangenehmes Jucken und Hautrötungen hervorrufen die einige Stunden anhalten können.

Mein nun 11 Jahre altes Tier häutet sich alle 13-18 Monate. Eine bevorstehende Häutung kann daran erkannt werden dass das Tier eine kahle Stelle auf dem Hinterleib (Abdomen) bekommt und die dann sichtbar gewordene Haut eine dunkle Färbung aufweist. Weibchen von Brachypelma smithi können ein Alter von über 20 Jahren erreichen, Männchen nur etwa 5-10 Jahre.


Herkunft und Lebensraum:

Rotknievogelspinnen stammen aus Mexiko. Die Tiere bewohnen dort verlassene Nagerbauten und selbst gegrabene Höhlen in mäßig feuchten bis eher trockenen Gebieten.

Terrarienhaltung:

Brachypelma smithi kann nur einzeln gehalten werden. Für mein einzelnes Weibchen verwende ich ein Falltürterrarium mit den Maßen 40x30x30cm (BxTxH). Da es sich bei Rotknievogelspinnen um grabende Bodenbewohner handelt sollte ein etwa 5-10cm tiefer Bodengrund eingebracht werden. Dieser besteht bei mir aus feinem Rindenmulch. Kokoshumus ist ebenfalls gut geeignet. Normale Blumenerde sollte keine Verwendung finden da diese mit Düngern versetzt sein kann und Rotknievogelspinne Terrariumaußerdem leicht zur Schimmelbildung neigt. Als weitere Einrichtung dient eine halbierte Korkröhre als Unterschlupf. Diese Korkröhre sollte möglichst tief in den Bodengrund eingegraben werden damit die Spinne sich ihre Wohnhöhle selbstständig darunter anlegen kann. Eine Wurzel, einige künstliche Pflanzen sowie eine Wasserschale vervollständigen die Einrichtung. Die Temperatur sollte tagsüber etwa 25°C betragen und kann nachts auf Zimmertemperatur abfallen.
Ich beheize mein Terrarium mit einer 10W Heizmatte die an die Außenseite einer Seitenscheibe geklebt ist. Grundsätzlich sollte ein solches Terrarium niemals von unten beheizt werden da dadurch der Bodengrund nach unten hin immer wärmer wird, was für eine grabende Spinne eine völlig unnatürliche Situation darstellt. Die Luftfeuchtigkeit kann bei 50-60% liegen. Diese Werte erreicht man normalerweise problemlos dadurch dass der Bodengrund im Bereich der Versteckmöglichkeit leicht feucht gehalten wird. Eine dauerhaft höhere Luftfeuchtigkeit wird von den Tieren schlecht vertragen und kann zu Pilzerkrankungen führen. Als Beleuchtung kann eine einfache Leuchtstoffröhre dienen die auf das Becken gelegt wird und durch ihre milde Abwärme weiter dazu beiträgt die benötigte Terrarientemperatur zu erreichen. Spotstrahler sind durch ihre hohe Wärmeabgabe in solch kleinen Terrarien praktisch nicht einsetzbar und zudem nicht notwendig.

Ernährung:

Rotknievogelspinnen erbeuten nahezu alle größeren Futterinsekten einschließlich fliegender Insekten wie z.B. Motten. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht hauptsächlich große Steppengrillen, Zophobas sowie mittlere Heuschrecken zu verfüttern. Wobei Grillen klar bevorzugt werden. Heuschrecken werden aufgrund ihrer spärlichen Bewegungen oft lange Zeit nicht wahrgenommen. Zophobas sollten nur von der Pinzette verfüttert werden da diese Schwarzkäferlarven sich sofort im Bodengrund vergraben und so von der Spinne nicht mehr erreicht werden. Eine Vitaminisierung der Futterinsekten ist nicht notwendig. Allerdings sollte wie bei allen Terrarientieren darauf geachtet werden nur Insekten zu verfüttern die zuvor hochwertig ernährt wurden.
An mein adultes Tier verfüttere ich alle 2 Wochen z.B. 3-5 Adulte Grillen.

Fortpflanzung und Aufzucht:

Da ich Brachypelma smithi nicht vermehre verweise ich an dieser Stelle auf die einschlägige Fachliteratur. Nach der Verpaarung produziert das Weibchen im Frühjahr einen Kokon der bis zu 1000 Eier enthalten kann. Nach 10-16 Wochen erfolgt der Schlupf der etwa 5mm großen Jungtiere.

Fragen zu diesen interessanten Spinnen beantworten wir gern >HIER< im Forum.

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