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Euplepharis macularius

Beschreibung:

Der Dämmerungs bis Nachtaktive Euplepharis macularius erreicht eine Gesamtlänge von etwa 23cm. Der Originalschwanz Leopardgeckoist gewirtelt. Regenerate weisen eine Rübenartige ungewirtelte Form auf. Die Schwanzdicke gibt Aufschluss über den Ernährungszustand der Tiere da im Schwanz Fettreserven eingelagert werden. Die Grundfärbung besteht aus Gelbtönen durchsetzt mit schwarzen Punkten. Die Bauchseite ist weiß. Männliche Leopardgeckos lassen sich von weiblichen durch deutlich sichtbare Hemipenestaschen und Femoralporen unterscheiden. Die Tiere können ein Alter von über 20 Jahren erreichen.

 Herkunft und Lebensraum:

Das Verbreitungsgebiet von Leopardgeckos erstreckt sich vom Irak über Pakistan bis nach Indien. Dort besiedeln die Tiere trockene bis halbtrockene Wüstengebiete. Das bevorzugte Habitat sind Geröllfelder und Felsformationen in denen sich die Tiere tagsüber versteckt halten. Offene Sandflächen werden gemieden.

Terrarienhaltung:

Leopardgeckos benötigen ein Terrarium mit möglichst großer Bodenfläche und Klettermöglichkeiten die z.B. aus Felsaufbauten oder einer bekletterbaren Rückwand bestehen können. Im Terrarium sollte Euplepharis macularius immer Leopardgeckoin Gruppen bestehend aus einem Männchen mit mehreren Weibchen gehalten werden damit sich der Paarungsdruck des Männchens auf mehrere Weibchen verteilt und einzelne Weibchen somit keinem unnötigen Stress durch ständige Paarungsversuche ausgesetzt sind. Für eine Gruppe von 1,3 Tieren empfehle ich eine Terrariengröße von 100x50x50 (BxTxH).

Bei der Einrichtung ist vor allem dem Bodengrund besondere Beachtung zu schenken. Leopardgeckos sind grabfreudige Tiere die sich gern ihre Wohnhöhlen selbst anlegen. Zu diesem Zweck sollte der Bodengrund mindestens 15cm hoch eingebracht werden. Loser Sand ist ungeeignet da die Tiere in Einzelfällen dazu neigen größere Mengen des Substrats aufzunehmen und daraufhin an Darmverschlüssen erkranken können. Besser ist ein Gemisch aus Sand und Lehmpulver das leicht angefeuchtet wird und nach dem Austrocknen eine sehr harte aber dennoch grabfähige Oberfläche bildet. Als Sand kann hierzu einfacher im Baumarkt erhältlicher Spielkastensand benutzt werden. Lehmpulver erhält man im Naturbaustoffhandel oder auch bei gutTerrarium Leopardgeckos sortierten Terraristikhändlern. Gute Erfahrungen habe ich darüber hinaus mit einem Geröllartigen Bodengrund gemacht der in jüngster Zeit im Zoohandel erhältlich ist.

Als Rückwand benutze ich eine im Handel erhältliche künstliche Felsrückwand die mit einigen Punkten Silikon an der Terrarienscheibe fixiert wurde. Als günstiger Alternative hierzu kann die Rückwand auch aus Styropor modelliert werden das mit Haftputz überzogen wird und nach dessen aushärten mit Abtönfarbe eingefärbt wird. Auf diese Weise lässt sich mit etwas Kreativität eine ansprechende Rückwand gestalten.

Als Versteckmöglichkeiten können z.B. Korkröhren dienen die möglichst so in den Bodengrund eingegraben werden das sie künstliche Höhlen bilden. Leopardgeckos bevorzugen enge Verstecke in denen sie Körperkontakt zur umgebenden Höhle haben. Das innere der Höhlen sollte immer eine gewisse Feuchtigkeit aufweisen die leicht durch gelegentliches anfeuchten des umgebenden Bodengrunds erzeugt werden kann.

Eine weitere Möglichkeit den Tieren feuchtere Verstecke anzubieten stellen sogenannte Wet-Boxen dar. Eine Wet-Box kann einfach selbst aus einer größeren Magarinedose in die ein etwa 5cm großes Einstiegsloch geschnitten wird hergestellt werden. Diese Dose wird zur Hälfte mit leicht feuchtem Torfmoos gefüllt. Ich selbst benutze die im Handel erhältlichen Wet-Boxen aus Felsimitat da ich sie optisch ansprechender finde als Magarinedosen. Das Vorhandensein von feuchteren Verstecken ist in jedem Fall unabdingbar da eine zu trockene Haltung leicht zu Häutungsproblemen der Tiere führt. Als weitere Terrarieneinrichtung können diverse Wurzeln, Felsaufbauten und auch trockene Gräser und Büsche dienen. Letztere auch in der künstlichen Variante.
Eine Wasserschale sowie ein Thermo-/Hygrometer vervollständigen die Einrichtung des Leopardgeckoterrariums.

Als Beleuchtung eines Terrariums für diese Dämmerungsaktiven Geckos kann eine handelsübliche Leuchtstoffröhre dienen. Spezielle „Reptilienröhren“ sind für Leopardgeckos nicht notwendig. Damit die Tiere auch nachts beobachtet werden können kann eine schwache,  Rote oder Blaue, Nachtbeleuchtung installiert werden. Vor allem Lichtquellen die keine Wärme abgeben wie LEDs oder Kaltlichtkathoden haben sich hierfür sehr bewährt.

Terrarium Leopardgeckos Nachts Die Grundtemperatur im Terrarium sollte tagsüber etwa 27-30°C betragen und nachts auf Zimmertemperatur abfallen. Ich erreiche diese Tagestemperatur durch zwei 50W Halogenspots. Einfache Reflektorspots sind genauso verwendbar. Außerdem schalte ich nachts für einige Stunden einen künstlichen Heizstein an der von den Tieren gerne aufgesucht wird. Prinzipiell ist darauf zu achten das sich innerhalb des Terrariums ein gewisses Temperaturgefälle bildet. Die Verstecke sollten kühler bleiben und sich deshalb nicht in direkter Nähe der Spotstrahler befinden. Die Luftfeuchtigkeit beträgt tagsüber etwa 30-40% und steigt nachts automatisch an. Einmal wöchentlich wird das gesamte Terrarium kräftig übersprüht.

Leopardgeckos benötigen vor allem zur Fortpflanzungsstimulierung eine Winterruhe. Hierzu biete ich ab Anfang November kein Futter mehr an und überführe die Tiere nach etwa 2 Wochen in den Keller. Dort verbringen sie einzeln in Faunaboxen etwa 2 Monate bei 15-18°C. Die Faunaboxen enthalten als Einrichtung leicht (!) feuchten Rindenmulch, eine Wasserschale die etwa wöchentlich kontrolliert und aufgefüllt wird sowie ein Stück Korkrinde als Unterschlupf. Nach Beendigung der Winterruhe Mitte Januar setze ich die Tiere wieder ins eigentliche Terrarium und erhöhe im Laufe von zwei Wochen die Beleuchtungsdauer auf die ursprüngliche Länge von etwa 13 Stunden pro Tag. Erst dann biete ich wieder Futter an.

Ernährung:

Euplepharis macularius nimmt alle gängigen Futterinsekten an. Besonders bewährt haben sich bei mir Argentinische Schaben,Steppengrillen,Heuschrecken sowie Zophobas. Alle Futterinsekten werden vor dem Verfüttern mit Herpetal Complete-T bestäubt.

Trächtige Weibchen können gelegentlich eine Babymaus erhalten.
Die richtige Futtermenge lässt sich einfach aus dem Umfang des Schwanzes ableiten. Leopardgeckos sollten einen kräftigen Schwanzumfang haben, keinesfalls sollte der Schwanz übermäßig dick oder abgemagert wirken.
Eine 2-3malige wöchentliche Fütterung genügt bei adulten Tieren in der Regel. Lediglich Jungtiere sollten täglich Futter erhalten.

Fortpflanzung und Aufzucht:

Leopardgeckos paaren sich meist kurz nach Beendigung der Winterruhe. Nach einer Tragzeit von etwa 4 Wochen legen die Weibchen 2 Eier ab. Die Ablage findet entweder in selbst gegrabenen Höhlen oder in einer angebotenen Wet-Box statt. Ein Weibchen kann pro Jahr bis zu 4 Gelege produzieren. Bei einer Bruttemperatur von 27-28°C findet der Schlupf der Jungtiere nach etwa 45-55 Tagen statt. Das Geschlecht der Jungtiere lässt sich in gewissem Maß durch die Bruttemperatur steuern. Näheres hierzu im Buch „Leopardgeckos“ von Henkel/Köhtig/Schmidt.

Leopardgecko JungtierDie Jungtiere können anfangs in kleinen Gruppen von 4-6 Tieren gemeinsam in 50x40x50 (BxHxT) großen Terrarien aufgezogen werden. Ein genaues Beobachten der Jungtiere ist notwendig da es bereits in frühem Alter zu Aggressionen kommen kann. Unterdrückte Tiere bzw. solche die schlechter fressen müssen einzeln aufgezogen werden.

Die Terrarieneinrichtung entspricht im Wesentlichen denen der Adultis, lediglich der Feuchtigkeitsaufnahme der Jungtiere ist noch mehr Beachtung zu schenken weshalb mehrmals wöchentliches sprühen angebracht ist. Mit etwa 5 Monaten lassen sich die Geschlechter anhand der dann bei Männchen sichtbaren Hemipenestaschen deutlich unterscheiden.

 

Fragen zu diesen interessanten Geckos beantworten wir gern >HIER< im Forum.

 

 

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