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Heterodon nasicus

Beschreibung:

Bei Heterodon nasicus handelt es sich mit 50-80cm Gesamtlänge um kleinere, tagaktive Trugnattern. Die Weibchen sind massiger und Heterodon nasicuswerden wesentlich größer als die Männchen. Die Geschlechter dieser Tiere lassen sich leicht unterscheiden. Die Weibchen besitzen einen deutlich kürzeren, stumpferen Schwanz als die Männchen. Namensgebend für diese Art war der Hakenförmige Schnauzenfortsatz den die Tiere zum wühlen im Bodengrund gebrauchen.

Hakennasennattern können ein beeindruckendes Aggressionsverhalten zeigen. Die Tiere sind fähig den Hals abzuplatten, deutlich zu zischen und Scheinbisse auszuführen. Bei weiterer Reizung drehen sich die Tiere auf den Rücken, lassen oftmals die Zunge heraushängen, und stellen sich tot. Obwohl es sich um Trugnattern handelt die über ein schwaches Gift verfügen ist Heterodon nasicus für Menschen völlig ungefährlich. Die Tiere verfügen lediglich über zwei sehr kleine Giftzähne die sich weit hinten im Rachen befinden. Bissunfälle mit dieser Art sind mir nicht bekannt und auch bei mir kam es in den vergangenen Jahren zwar zu einigen wenigen Bissen allerdings nie mit nennenswerten Verletzungen oder gar Vergiftungserscheinungen.

Herkunft und Lebensraum:

Das Herkunftsgebiet dieser Art erstreckt sich vom südlichen Kanada, über die mittleren Staaten der USA bis nach Nordmexiko. Heterodon nasicus bewohnt Prärieartige Gegenden mit sandigem Gelände.

Terrarienhaltung:

Für 1,1 dieser Art empfehle ich mindestens ein Terrarium mit den Maßen 100x40x50 (BxTxH). Als Bodengrund kann eine etwa 5cm hohe Schicht aus losem Sand oder einem Sand/Torf Gemisch dienen. Ein Sand/Lehm Gemisch ist nach meiner Erfahrung nicht geeignet da es Hakennasennatterbei Kontakt mit Feuchtigkeit zu stark verhärtet und die Wühltätigkeit der Tiere behindert bzw. im durchwühlten Zustand sehr unschön aussieht. Obwohl sich Heterodon nasicus vorzugsweise auf dem Boden aufhält sollte das Terrarium einige Klettermöglichkeiten in Form von rauen Ästen (z.B. Korkeiche) beinhalten.

Als weitere Einrichtung sollten Versteckmöglichkeiten aus  hohl liegenden Rindenstücken vorhanden sein. Hierbei ist zu beachten dass sich die Tiere in möglichst engen Verstecken am wohlsten fühlen. Bei allen eingebrachten Einrichtungsgegenständen ist es wichtig dass diese nicht von den Schlangen untergraben werden können um eine Unfallgefahr auszuschließen.

Eine Wasserschale in der sich stets frisches Wasser befindet sowie ein Thermo-/Hygrometer vervollständigen die Einrichtung.

Als Beleuchtung dienen bei mir zwei  handelsübliche 30W Leuchtstoffröhren die mit Reflektoren zur Erhöhung der Lichtausbeute bestückt sind. Die Grundtemperatur des Terrariums sollte 25-28°C betragen mit einem Sonnenplatz auf dem lokal etwa 40°C erreicht werden und den meine Tiere auch gerne nutzen. Um diese Temperaturen zu erreichen benutze ich einen 50W Halogenspot. Der Luftfeuchtigkeit braucht keine besondere Beachtung geschenkt werden. Sie kann tagsüber bei etwa 40% liegen und nachts entsprechend ansteigen. Es genügt 1-2mal wöchentlich mäßig in die Versteckplätze zu sprühen um darin eine dauerhaft etwas höhere Feuchtigkeit sicherzustellen. Terrarium HakennasennatterHauptsächlich während der Häutungsperiode werden feuchtere Verstecke von den Tieren gerne aufgesucht.

Vor allem zur Stimulation der Paarungsbereitschaft benötigt Heterodon nasicus eine Winterruhe. Ich überwintere meine Tiere bei etwa 12-15°C ab November für ca. 10-12 Wochen. 2 Wochen vor der Winterruhe wird kein Futter mehr angeboten um den Tieren das restlose entleeren ihres Darms zu ermöglichen.



Ernährung:

Heterodon nasicus ernährt sich in der Natur auch von Kröten und Fröschen. In Gefangenschaft werden aber insbesondere von Nachzuchten problemlos Mäuse angenommen. Adulten Tieren füttere ich wöchentlich eine Springermaus. Die Schlangen sind bei der Fütterung oft etwaHakennasennatter Fütterungs ungestüm und ungeschickt. Nicht selten werden Futtertiere nicht mit dem Kopf voran verschlungen sondern wahllos an irgendeiner Stelle gepackt und verschlungen.

Ich füttere nur Frostfutter und bin dazu übergegangen die Schlangen getrennt zu füttern da bei gemeinsamer Fütterung teilweise Probleme in der Form auftraten das eine Schlange in das halbverschlungene Futtertier der anderen biss und es zu heftigen Umschlingaktionen kam.
Eine getrennte Fütterung ist meines Erachtens für Tier und Pfleger stressfreier.


Fortpflanzung und Aufzucht:

Da mir die Nachzucht dieser Art leider noch nicht glückte fällt dieser Abschnitt entsprechend kurz aus. Laut Literatur legen die Weibchen ab Mai bis zu 3 Gelege pro Jahr mit 4-25 Eiern. Die Inkubation kann bei 27°C auf feuchtem Substrat erfolgen. Die Aufzucht der Jungtiere scheint von gelegentlich auftretenden Nahrungsverweigerern abgesehen relativ unkompliziert zu sein.

Fragen zu diesen interessanten Schlangen beantworten wir gern >HIER< im Forum.

 

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